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Sunshine State Classic

Mein zweiter Versuch hier ein paar Weltranglistenpunkte zu ergattern war am vergangenen Wochenende beim Sunshine State Classic in Brisbane. Auf mein Anmeldungs-E-Mail bekam ich die Frage zurück, ob ich wirklich aus Österreich sei. Im Nachhinein ist das nicht verwunderlich, ich war nämlich die einzige internationale Teilnehmerin und wurde deswegen auch bestaunt und sogar bei der Turniereröffnung allen vorgestellt.

Gespielt wurde im Inala Darts Club am Rand von Brisbane. Der Spielort war sehr nett, es sind dort 20 Boards fix montiert, von der Größe des Turniers ist es mit den größeren Österreichischen Ranglistenturnieren wie dem An Sporran Open oder dem St. Pölten Open zu vergleichen - was für ein Turnier mit WDF und BDO Ranking wirklich, wirklich klein ist. Ich war in einer 6er Round Robin gelandet, gespielt wurde best of 3. Im ersten Spiel gegen Sanova Smith ging unglücklich 1:2 verloren, was dazu führte, dass im nächsten Spiel die Nervosität aufkam und ich die zitternde Hand gegen Natalie Carter mir auch nur ein 1:2 bescherte. Im dritten Spiel gegen Kerry Crowdey konnte ich nach einem zittrig verlorenen ersten Leg und einem ebenfalls zittrig gewonnenen zweiten Leg im dritten Leg endlich die Nerven in den Griff bekommen und mein erstes Spiel gewinnen. Leider konnte ich den dadurch gewonnenen Auftrieb nicht nutzen, die Darts wollten gegen Chrissy Sheerin nämlich viel lieber die eins treffen, als die 20, obwohl ich einen viel besseren Zug drauf hatte, als in den vorangegangenen Spielen. Dumm gelaufen, wären nur einige von den Einsern in den Zwanziger gegangen wäre ich zumindest zum Checken gekommen, aber mit drei Scores von 22 und dann noch einmal Sieben in einem Leg kommt man nicht wirklich weit. So ging dieses Spiel leider 0:2 verloren. Somit blieb mir noch ein letztes spiel gegen die bis dahin grossartig Scorende Tiarna Smith - bei den bisherigen spielen war sie fast jedes Mal mit 12 bis 15 Darts am Check gewesen. Nachdem es allerdings für mich um nix mehr ging, konnte ich natürlich auf einmal wieder Darts spielen und auf einmal konnte ich mit fast jeder Aufnahme eine Trippel 20 werfen. Nachdem das erste Leg verloren ging konnte ich im zweiten Leg 156 mit vier Darts und meinem 16. Dart auschecken, was meine Gegnerin offenbar so aus dem Konzept brachte, dass sie im letzten Leg keinen Score mehr zusammenbrachte und ich konnte zumindest ein gut gespieltes Game mit 2:1 gewinnen. Leider bedeutete das aber auch, dass ich nur 5. in der Gruppe geworden bin und nicht zu den vier gezählt habe, die aufgestiegen sind. Also blieb mir nichts anderes übrig, als noch ein bisschen zuzusehen, wie die Damen hier so spielten und ein bisschen zu plaudern, bevor es wieder nach Hause ging.

Ich bin auf jeden Fall sehr nett aufgenommen worden und die Leute, die die ganze Zeit mit mir reden wollten, sind mir fast zu viel geworden. Auf jeden Fall weiss ich jetzt, dass ich hier wirklich nicht weiter vergeblich nach Pubs oder Lokalen, in denen ein Dartboard hängt, suchen muss - es gibt wirklich keine! Die Dartclubs sind vor 5/6 Jahren alle in eigene Clublokale übersiedelt und im Pub spielt man hier nicht Darts. Angeblich aufgrund von Versicherungsfragen, vermutlich deswegen, weil mit Billiardtischen und Pokies mehr Geld zu machen ist...
Weitere Erkenntnisse des Sonntags: von der Atmosphäre her ist ein WDF/BDO Turnier hier so wie ein Ranglistenturnier in Österreich. Auch hier ist die Bar immer gut bevölkert, allerdings gibt es kein Alkoholverbot beim Spielen selbst. Auch hier gibt es offenbar regelmäßig Regelstreitigkeiten. Nur schreiben tut man in Australien anders:
501
85
----
416
57
----
359
usw.
Das hat mich im ersten Moment etwas verwirrt und ist unglaublich unübersichtlich - aber vermutlich hab ich die Spielerinnen beim Schreiben genauso verwirrt *g* Wer schreibt mussten sich die Spieler übrigens selbst aus machen.
Auch verwirrend und unübersichtlich war der Round Robin Zettel (ich würd jetzt gerne das Bild posten, das geht aber irgendwie nicht). Und dass mit Münzwurf entschieden wurde, wer den Bullwurf beginnt und es sowohl zur entscheidung der Spielerreihenfolge als auch zum Entscheidungsleg einen Bullwurf gab war meiner Meinung nach ein bisserl zu viel des Guten! Da ist man die halbe Zeit damit beschäftigt Kopf oder Zahl auszusuchen und auf das Bull zu werfen.

Mein Fazit des Turniers: Die Spielstärke der Spielerinnen liegt hier viel näher beieinander. Ich habe eigentlich niemanden gesehen, wo ich gesagt hätte, dass sie schlecht gespielt hätte. Die Meisten hatten ungefähr mein Niveau und 3-4 Spielerinnen haben wirklich gut gespielt. Für mich persönlich bin ich wieder mal zu der Erkenntnis gekommen, dass ich viel nervöser bin, wenn ich gegen fremde spiele - irgendwie muss ich meine Nerven besser in den Griff bekommen! Ich würd echt gerne mal das spielen, was ich spielen kann.

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Posted on 2012 Nov 01 by admin

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